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5 Zyklus-Learnings während meiner Reise

Über 90 Tage war ich unterwegs. Verschiedene Orte, neue Eindrücke, immer wieder neue Routinen. Mir wurde schnell wieder klar, wie wichtig das eigene Körperbewusstsein ist. Ich hatte am Anfang Angst, dass die Nebenwirkungen des PCOS durch die Decke gehen. Damit mein Zyklus im Gleichgewicht bleibt, musste ich einen Weg finden, wie ich meinen Körper trotz so vieler Veränderungen (Ortwechsel, auswärts essen, etc.) am besten unterstützen konnte. Diese Reise war wortwörtlich eine neue Art und Weise, mich kennenzulernen: Körper, Geist, Energie und innere Balance. Was braucht mein Körper tatsächlich?


Nervensystem

Während meiner dreimonatigen Reise durch Südamerika wurde mir eines klar: Mein Nervensystem zu regulieren, ist das A und O. Sogar wichtiger als die "perfekte" Ernährung. Am Anfang hatte ich etwas Mühe damit. Mir war die Wichtigkeit und Dringlichkeit zu wenig bewusst. Erst nach ca. zwei Monaten Reise konnte sich mein Nervensystem stabilisieren und wurde ruhiger. Ich habe viel meditiert (einige Minuten haben meistens schon viel geholfen), Atemübungen gemacht und alles bewusster wahrgenommen (slow down). Und dann hat es klick gemacht. Auf einmal habe ich meinen Körper so gut wie noch nie gespürt. Meine Intuition stieg, meine Periode kam pünktlich, ich fühlte mich ruhig, war zufrieden und voller Dankbarkeit mit allem. Seitdem probiere ich diesen Slow-down-Rhythmus beizubehalten.


Ernährung

Ich wollte die Reise geniessen, ohne ständig mir über die Ernährung Gedanken zu machen, deshalb bin ich Kompromisse mit mir eingegangen. Zum Beispiel: Ich habe mein Frühstück immer selbst gemacht, mit den nötigen Vitaminen, Nährstoffen und Proteinen oder habe regelmässig Kurkuma-Shots getrunken. Ich habe ebenfalls darauf geachtet, dass ich über den Tag verteilt etwa einen Teller Gemüse gegessen habe. Dafür habe ich mir eine Mahlzeit gegönnt, in der ich einfach das gegessen habe, worauf ich Lust hatte (auch ganz viel Süsses ;). Diese kleine Balance zwischen Reise geniessen und eigenen Bedürfnissen hat meinen Körper und meine ganzheitliche Gesundheit stabilisiert.


Bewegung

Während den drei Monaten habe ich trotzdem darauf geachtet, mich regelmässig zu bewegen und Sport zu treiben. Sei es Stretching, Surfen, viel Laufen oder mal ins Gym zu gehen. Auch Kompressionssocken haben meine Durchblutung während der langen Flug- und Busstunden unterstützt. Sie helfen dem Körper, trotz Anstrengung und konstant gleicher Position, im Gleichgewicht zu bleiben.


Pausen

Pausen und Auszeiten gehörten ebenfalls zu meiner Reise. Während des Reisens hatte ich manchmal das Gefühl, ständig etwas leisten oder unbedingt etwas besichtigen zu müssen. Doch ich habe gemerkt, dass es genauso wichtig ist, sich nicht unter Druck zu setzen. Man muss nicht ständig aktiv sein, man darf auch einfach sein, den Moment geniessen und bewusst Ruhe einbauen. Regelmässige Massagen, Momente zum Meditieren oder einfach ein Tee in der Sonne haben mir geholfen, dies zu verinnerlichen. So konnte ich Spannungen loslassen, mein Nervensystem beruhigen und die Reise viel bewusster erleben.


Flexibilität

Unterwegs habe ich gemerkt, dass die Hälfte meiner Pläne doch geändert werden müssen. Beispielsweise habe ich aufgrund meiner Periode eine 20-stündige Busfahrt storniert und habe mich stattdessen für einen Flug entschieden. Ich hatte schlichtweg keine Energie, um auf so einer langen Reise mich nicht genügend zu erholen. Allein die Entscheidung, auf meinen Körper zu hören und den Plan zu ändern, hat mir so viel Energie und Ruhe geschenkt. Ich habe verstanden: Fühlen, was richtig für einen ist, ist die grösste Liebeserklärung für deine Seele.


Learning

Wer auf seinen Zyklus achtet, auf sein Nervensystem hört und Pausen bewusst einplant, gewinnt nicht nur körperliche Energie, sondern auch mentale Klarheit. Reisen, Abenteuer, fremde Städte – all das lässt sich besser geniessen, wenn man den eigenen Rhythmus respektiert. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern achtsam, flexibel und liebevoll mit sich selbst umzugehen.


Deine Zyklusmentorin,


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