Mentale Gesundheit im Zyklus
- lauramarialouisa
- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Emotionale Schwankungen sind ein natürlicher Teil des weiblichen Zyklus. Hormonelle Veränderungen wirken auf Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin, die unsere Stimmung und Emotionen steuern. Vor allem in der Lutealphase (nach dem Eisprung bis zur Menstruation) erleben viele Frauen Reizbarkeit, Traurigkeit oder Angst. Dieses Wissen über den Zusammenhang von Hormonen und Psyche kann helfen, besser mit diesen Herausforderungen umzugehen.
Hormonelle Einflüsse:
Progesteron: Steigt nach dem Eisprung stark an und wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem, kann aber bei manchen Frauen auch zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit führen.
Östrogen: Hat eine stimulierende Wirkung auf Serotonin, das als „Glückshormon“ bekannt ist. Sinkt der Östrogenspiegel in der späten Lutealphase, kann dies Stimmungseinbrüche begünstigen.
Schwankungen dieser Hormone wirken sich auf die Balance der Neurotransmitter aus, was Stimmungsschwankungen erklärt.
Strategien zur Selbsthilfe
Achtsamkeit: Meditation oder achtsame Atemübungen helfen, emotionale Wellen bewusst wahrzunehmen und anzunehmen.
Bewegung: Sanfte Bewegung wie Yoga oder Spaziergänge fördern die Ausschüttung von Endorphinen und stabilisieren die Stimmung.
Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Magnesium, Omega-3-Fettsäuren und komplexen Kohlenhydraten kann helfen, die Stimmung zu stabilisieren.
Schlaf: Ausreichend und regelmässiger Schlaf unterstützt die hormonelle Balance und Regeneration.
Soziale Unterstützung: Austausch mit vertrauten Personen oder einer Zyklusmentorin kann emotional entlasten.
Mit dem Zyklus leben, nicht gegen ihn
Der Zyklus lädt uns ein, im Einklang mit unserem eigenen Rhythmus zu leben, statt uns gegen die natürlichen Schwankungen zu stemmen. Manche Tage fühlen sich kraftvoll und klar an, andere herausfordernd oder emotional. Beides ist normal und beides hat seinen Platz. Indem wir lernen, auf die Signale unseres Körpers zu hören, können wir Strategien entwickeln, die uns wirklich unterstützen. Es geht nicht darum, alle Symptome zu „beseitigen“, sondern unsere Bedürfnisse anzuerkennen: Ruhe, Bewegung, soziale Nähe oder Rückzug. So wird der Zyklus zu einem Werkzeug der Selbstfürsorge, das uns erinnert, dass Veränderung und Balance nicht statisch, sondern lebendig sind. Mentale Gesundheit im Zyklus ist weniger ein Ziel, das erreicht werden muss, als eine Haltung: achtsam, neugierig und liebevoll mit sich selbst zu sein – in jeder Phase
Der Zyklus als Spiegel der inneren Welt
Der weibliche Zyklus ist nicht nur ein biologischer, sondern auch ein emotionaler Rhythmus. Jede Phase trägt ihre eigene Qualität in sich: Zeiten der Klarheit, der Kraft, aber auch der Rückkehr nach innen. Wenn wir beginnen, diesen natürlichen Wandel anzunehmen, statt ihn zu bekämpfen, entsteht ein tieferes Verständnis für uns selbst. Statt Stimmungsschwankungen als Schwäche zu sehen, dürfen wir sie als Botschaften lesen. Sie laden uns ein, innezuhalten, Grenzen zu spüren und uns selbst achtsam zu begegnen. Mentale Gesundheit im Zyklus bedeutet nicht, immer im Gleichgewicht zu sein, sondern mitfühlend mit sich selbst zu bleiben, wenn das innere Gleichgewicht sich verändert.
Heilung zeigt sich auch hier nicht im Kontrollieren, sondern im Erkennen: Dein Körper und deine Psyche arbeiten nicht gegen dich, sie sprechen miteinander. Wenn du lernst zuzuhören, entsteht aus diesem Dialog etwas Kostbares: Selbstverständnis, Ruhe und Vertrauen in deine eigene Natur.
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Wenn Symptome sehr stark sind, über Wochen anhalten oder die Lebensqualität deutlich einschränken, ist es wichtig, ärztliche oder therapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Eine Abgrenzung zur PMDS oder Depression ist wichtig.
Deine Zyklusmentorin,



